Dr. Poszler

Prävention und Sport

Dass Sport gesund sein soll, ist in unserer Gesellschaft ein von den meisten Menschen geteilter Glaube. Dabei herrschen sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was unter Sport eigentlich zu verstehen sei, und in welcher Weise die Gesundheit dadurch beeinflusst wird.

Heute kann als wissenschaftlich bewiesen gelten, dass regelmäßiges, sogenanntes „aerobes“ Ausdauertraining eine erhebliche Rolle in der Primär- und Sekundärprävention von Herz-Gefäßerkrankungen (d. h. bei der Verhütung von Erst- oder Wiederholungsereignissen) spielt.

Daneben werden durch körperliche Aktivität Blutzucker- und Fettstoffwechsel, der Hormonhaushalt sowie die Immunabwehr günstig beeinflusst, die Wahrscheinlichkeit der  Entstehung einer Osteoporose, von depressiven Erkrankungen sowie einer Demenz wird signifikant gesenkt, um nur die wesentlichsten Aspekte zu nennen.

Von entscheidender Bedeutung ist dabei aber zum einen der langfristige Aspekt (Sport sollte kein Event sondern ein Bestandteil des Alltags sein) und zum anderen, dass die gewählte Sportart und die Intensität des Trainings den individuellen Voraussetzungen wie Alter, Geschlecht, Konstitution, Fitness und Gesundheitszustand Rechnung trägt.

Insbesondere sportliche Neu- oder Wiedereinsteiger im mittleren und höheren Lebensalter haben statistisch ein bis zu 50 mal höheres Risiko, einen Herz-Gefäßzwischenfall zu erleiden, als Ausdauersportler.

Daher sollte Sport unter fachkundiger Anleitung (im Verein, Fitness-Studio oder mit Personal Trainer) und unter ärztlicher Kontrolle begonnen und der Trainingsfortschritt in Abständen sportmedizinisch überprüft werden.